Mittwoch, 16. November 2016

Young Leaders Akademie in Strausberg- Meine Erfahrungen!

 

Hallo meine Lieben,

heute stelle ich euch meinen Bericht über die Young Leaders Akademie vor, den ich in der Schülerzeitung von meiner Schule veröffentlicht habe. 

Den Bericht habe ich vor einem Jahr verfasst, demnach haben sich manche Angaben verändert!

 Die Young Leaders Akademie bietet ein Programm für Jugendliche von 15-20, die Interesse am Informieren und Diskutieren haben. Unterstützt wird die Akademie von der  Stiftung politischer und christlicher Jugendbildung e.V. und richtet sich an "Alle, die sich z.B als Kurssprecher, Streitschlichter, Schülerzeitungsredakteur oder sozial, kirchlich, politisch usw. engagieren". Träger ist unter anderem auch die Bundeswehr, die in Berlin das Zentrum für Informationsarbeit als Location stellt. Der Akademiebeitrag beträgt nur 60€, die Zug Tickets werden ebenfalls bezahlt.
Zu meiner Person: Ich bin Franzi, aus der MSS 12, 18 Jahre alt und engagiere mich in meiner Freizeit für Flüchtlinge, indem ich diesen Deutschunterricht gebe. Ebenfalls bin ich Mitglied bei der Jungen Union , sowie an dieser Schule Patenschülerin für die jetzigen 5.Klässler.

Dienstag, 27.10.15. Ich sitze im Zug nach Köln, 2x umsteigen, dann bin ich in Straußberg. Was wird mich erwarten?! Werden die Leute nett sein, das Programm interessant und was mir persönlich sehr wichtig ist: Wird das Essen lecker schmecken?
Ankunft, 19.50 Eine Horde von Jugendlichen im Alter von 15-19 nähert sich dem Informationszentrum der Bundeswehr. Erste Kontakte werden geknüpft, die Fragen "Wo kommst du her?", "Wie engagierst du dich so?" oder auch "Wie ist dein Notendurchschnitt?", werden beim Smalltalk geklärt. Bei meiner Bewerbung war mir bewusst, dass das Niveau hier nicht gerade niedrig sei. Jungs und Mädchen mit meist mehreren sozial-politisch oder journalistischen Engagements und einem großen Interesse  an dem vielfältigen Programm treffen hier zusammen. Behandelt wurden folgende Themen: Menschenwürde, Islam, Bundeswehr, Journalismus, Körpersprache und DDR Geschichte. Fachkräfte informieren uns über ihr jeweiliges Themengebiet im Plenum und wir durften unsere Meinung in Diskussionsrunden kundtun. Die Veranstaltungenszeiten wurden durch einen strengen Terminplan, den jeder in seinem persönlichen Ordner vorfinden konnte, geregelt. Zu einem zwei-stündigem Vortrag kam danach eine ganze Stunde Mittagspause oder eine halbe Stunde Pause in der es auch manchmal Kuchen und immer Tee und Kaffee gab. Da Straußberg nahe Berlin liegt, lies sich ein Ausflug nach Berlin möglich machen. Donnerstagabend reiste ich mit meinen neugewonnenen sechs Freunden per Bahn nach Berlin, wo wir uns die Stadt anguckten, viele Fotos machten und mit dem Verkäufer von Dunkin Donuts schwätzen. Freitag haben wir uns mit Medien beschäftigt, Printmedien, Webmag, TV, standen zur Auswahl. Ich habe mich bereits bei meiner Bewerbung für TV eingetragen. Leiter der Gruppe war der Intendant vom bayrischen Fernsehen, bei dem ich mich schon bei der anfänglichen Frage, ob wir uns schon mit Journalismus beschäftigt haben, unbeliebt machte, indem ich diese als fast einzige verneinte. Meine Arbeit, in dessen ich einen Text über Young Leaders mit fünf anderen Jugendlichen schreiben sollte, wurde von dem "netten" Herren übernommen, was dazu führte das wir uns langweilten. Zum Glück war dies der einzige langweilige Tag, denn die anderen wirklich interessanten Themen regte die anderen Jugendlichen und mich zum Nachdenken und Diskutieren nach den Veranstaltungen an. Am Samstag lernte ich in einem Workshop viel über Benehmen und Etikette, sowie Körpersprache, was allen Teilnehmern großen Spaß bereitete. Der letzte Abend war wunderschön, da wir alle rund um ein Klavier standen, wo ein Teilnehmer coole Pop Lieder spielte und wir alle aus vollem Herzen mitsangen. Leider ging es Sonntag schon nach Hause, jedoch besuchten wir vorher noch ein ehemaliges DDR Gefängnis in Berlin, was uns von Zeitzeugen gezeigt wurde.  Die Führung war unglaublich interessant und ein toller Abschluss von der Young Leaders Akademie.
Kannst du Young Leaders empfehlen?
Ja, auf jeden Fall! Jedoch sollte dem Bewerber bewusst sein, für was er sich dort bewirbt. Ich erlebte auch einzelne Personen, die sich das Programm nicht durchgelesen haben und es deshalb langweilig fanden, sowie Leute, welche den Bundeswehr Einfluss auf das Programm nicht erwartet hätten. Die Bundeswehr ist unter anderem Träger der Akademie, indem sie diese mit Geldern und Vorträgen unterstützt. Die Argumente waren oft  pro Bundeswehr, nicht sehr verwunderlich!
Wie fandest du die anderen Teilnehmer?
Ich bin ganz allein angereist, wie jedoch viele andere auch, sodass Kontakte knüpfen sehr einfach war. Schon am zweiten Abend haben sich die meisten Cliquen gebildet, jedoch konnte man sich zu jedem beim Essen an den Tisch setzen, alle Jugendlichen sind kontaktfreudig und waren freundlich. Nach der Akademie hatten wir eine Whatsapp Gruppe eröffnet, wo wir uns viel austauschten und sogar ein Projekt auf die Beine stellten: Die Schweigeminute anlässlich des Terrors auf der Welt,  angeregt durch die Terroranschläge in Paris und Beirut.  Mit meinen neugewonnen  Freunden schreibe ich immer noch und hoffe, dass der Kontakt noch lange Bestand hält.


Vor dem Strauss in Strausberg ;)





eure
Franzi <3

Donnerstag, 10. November 2016

Feministinnen = Männerhasserinnen?! #2

Hallo meine Lieben,

es wird wieder hier wieder ernst. Auf das Thema Trump werde ich hier zwar nicht viel eingehen, aber auch ich bin geschockt darüber, dass ein Rassist und ein Sexist, diese Wahl gewonnen hat. 
Zu Sexismus und vor allem Feminismus habe ich schon im September paar Wörtchen geschrieben,  den Post findet ihr übrigens hier. Ich habe auf Youtube viele Videos und Kommentare gesehen, die mich indirekt auffordern, noch einen Bericht darüber zu schreiben. Um die Themen besser zu differenzieren, schreibe ich diesen Post in Form eines Interviews.



Wie bist du zur Feministin geworden?

Im Sommer postete die Vice einen Artikel auf Facebook. Es ging um Feminismus in Deutschland, den viele nur mit Schlagwörten wie "Achseln nicht rasieren" und "Frauenquote" assozieren. Doch es geht darum gar nicht. Es geht um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Daraufhin befasste ich mich weiter mit dem Thema "Feminismus", ich las den Wikipedia Artikel u.a. und guckte Youtube Videos. Das Thema faszinierte mich immer mehr. Denn gerade wenn wir uns mit islamischen Ländern beschäftigen, sehen wir, dass dort noch Frauen unterdrückt werden. Ebenso entdeckte ich den Begriff "Slut Shaming", ein aktuelles Thema, auch in Deutschland.



Findest du, dass Frauen und Männer in Deutschland gleichberechtigt sind?

Ja! Aber leider werden durch manche Menschen (z.B. manche Youtuber, Politiker wie Trump) die Werte der Gleichberechtigung verdrängt. Es betrifft eher die Frauen als die Männer. Aber ich möchte damit NICHT sagen, dass Männer nicht unter manchen "Systemen" leiden -->  Bevorzugung von Frauen (z.B. im Gastronomiebereich: "Wir suchen eine junge Frau). 


Wieso heißt es "FEMInismus"? 

Um sich dieser Frage anzunehmen muss man sich mit der Geschichte des Feminismus etwas beschäftigen. Ganz kurz: Früher hatten Männer viele Rechte und Frauen kaum welche. Frauen erkämpften ihre Rechte in den 1920ern Jahren hart. Mehr und mehr wurden Männer und Frauen gleichberechtigt. Die Feminismus Bewegung wurde weitergeführt, obwohl in der westlichen Welt Gleichberechtigung galt. Feministinnen weisen heutzutage auf die Misstände der Geschlechterrollen hin, die es immer noch auf der Welt gibt. 




Und Feministinnen hassen also Männer nicht und wollen nur Gleichberechtigung?

Mhhhm. Jetzt kommt es zu dem Punkt wo ich euch sagen muss, dass es nicht "die Feministin" gibt. Es gibt sooo viele Strömungen, dass man die Feministinnen nicht mehr unter einen Hut bringen kann. Ich bin für Gleichberechtigung und behandle Menschen (größenteils) so, wie ich selber behandelt werde und mache keinen (großen) Unterschied zwischen Mann und Frau.  Jedoch gibt es Feministinnen, die meiner Meinung nach zu extrem sind. Es geht dort nicht mehr um Gleichberechtigung, sondern darum Männer zu beschuldigen und sie zu verallgemeinern. 
Wenn ein Kerl sagt: "Alle Frauen sind Schlampen." ist das, wie ich finde, nicht viel anders, wenn Frauen davon reden, dass es "Mansplaining" gibt. "Denn alle Männer wollen den Frauen die Welt erklären." Nach meiner Erfahrung stimmt das nicht.
Ich möchte nicht Männer (und Frauen) verallgemeinern, sondern auf einzelne Fälle aufmerksam machen. Es gibt einfach nicht mehr "die Frau" und "den Mann" und das möchte ich, als Feministin, verdeutlichen.




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eure 
Franzi <3